
Olivenöl ist aus der mediterranen Küche kaum wegzudenken. Doch dürfen Babys Olivenöl essen, und eignet sich das Öl bereits für den ersten Brei? Hier erfahren Sie, ab wann Olivenöl für Babys infrage kommt und welche Menge angemessen ist.
Ab wann dürfen Babys Olivenöl essen?
Grundsätzlich dürfen Babys Olivenöl essen, sobald sie bereit für Beikost sind. Das ist in der Regel zwischen dem Beginn des fünften und dem Beginn des siebten Lebensmonats der Fall. Entscheidend ist dabei nicht allein das Alter: Das Baby sollte seinen Kopf sicher halten, Nahrung nicht mehr automatisch mit der Zunge aus dem Mund schieben und Interesse am Essen zeigen.
Bis zum Beginn der Beikost sollten Babys ausschließlich Muttermilch oder Säuglingsnahrung erhalten. Olivenöl sollte daher nicht zusätzlich in die Flasche oder in die Muttermilch gegeben werden. Mit dem Beikoststart kann es dagegen in kleinen Mengen Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.
Warum benötigen Babys Fett in der Beikost?
Fett liefert viel Energie und erhöht den Energiegehalt einer Breimahlzeit. Zudem benötigt der Körper Fett, um die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K aufnehmen zu können. Deshalb gehört Pflanzenöl zu den klassischen Zutaten eines ausgewogenen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Breis.
Ist Olivenöl für Babybrei geeignet?
Natives Olivenöl extra für Babybrei ist grundsätzlich geeignet. Es enthält überwiegend einfach ungesättigte Fettsäuren und kann Gemüsebrei geschmacklich abrunden. Besonders mildes natives Olivenöl extra lässt sich in kleinen Mengen in die Beikost integrieren.
Wie viel Olivenöl darf ein Baby bekommen?
Wie viel Öl sinnvoll ist, hängt von der Art und Größe der Mahlzeit ab. Für eine vollständige Portion Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei sieht das übliche Grundrezept insgesamt etwa einen Esslöffel Öl vor. Isst das Baby anfangs nur wenige Löffel, wird die Ölmenge entsprechend reduziert.
Beginnen Sie daher mit einer kleinen Menge und orientieren Sie sich am jeweiligen Breirezept. Es ist nicht notwendig, dem Baby zusätzlich mehrere Esslöffel Olivenöl über den Tag verteilt zu geben. Die frühere pauschale Empfehlung von 20 bis 30 Gramm Olivenöl täglich ist für den Beikoststart zu undifferenziert und sollte nicht übernommen werden.
Wie wird Olivenöl in den Babybrei gegeben?
Geben Sie das Olivenöl erst nach dem Kochen und Pürieren in den Brei. So lässt es sich gleichmäßig unterrühren, ohne unnötig lange erhitzt zu werden.
Für einen Gemüse-Kartoffel-Brei können Sie beispielsweise so vorgehen:
- Gemüse und Kartoffeln in wenig Wasser weich garen.
- Die Zutaten fein pürieren.
- Den Brei auf eine für das Baby geeignete Temperatur abkühlen lassen.
- Eine zum Rezept und zur Portionsgröße passende Menge Öl unterrühren.
Bereiten Sie größere Mengen vor, können Sie den Brei portionsweise einfrieren und das Öl am besten erst nach dem Auftauen und Erwärmen frisch hinzugeben.
Welches Olivenöl ist für Babys geeignet?
Für ein Olivenöl-Babybrei-Rezept sollte ein einwandfreies, hochwertiges und geschmacklich mildes Öl verwendet werden. Natives Olivenöl extra wird ausschließlich durch mechanische Verfahren gewonnen und eignet sich insbesondere zur Zugabe in den bereits gegarten Brei. Bewahren Sie das Öl gut verschlossen, dunkel und vor Wärme geschützt auf. Verwenden Sie kein Öl, das ranzig riecht oder schmeckt.
Milde, wenig bittere oder scharfe Olivenöle werden von Babys häufig leichter akzeptiert. Sorten wie Arbequina oder Empeltre sind oft vergleichsweise weich und fruchtig. Welche Sorte Ihr Kind mag, ist jedoch individuell.








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