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11 April, 2022

Typische Osterdesserts in Spanien

rosquillas

Nach den Entbehrungen der Fastenzeit gibt es in Spanien üppige Osterdesserts. In diesem Beitrag wollen wir einen kurzen Überblick geben, welche typische Süßspeisen zu Ostern auf den Tisch kommen. Neben klassischen Osterbonbons aus Schokolade, gibt es auch eine Menge traditioneller Rezepte, die natürlich auch hier von Region zu Region unterschiedlich sind.

Die spanische Küche ist reich an Ostersdesserts, wie etwa den “Torrijas”. Dabei handelt es sich um eine Süßspeise, bei der Weißbrotscheiben zunächst in Milch getränkt und schließlich in heißem Öl gebacken werden. Für die Herstellung der “Torrijas” bieten die Bäckereien zu Ostern spezielles, dafür besonders geeignetes Weißbrot an. Dieses Weißbrot lässt man am besten noch einen Tag ruhen, um eine festere Konsistenz zu erreichen. Dann wird es in 2-3 cm dicke Scheiben geschnitten, die in mit Zimt und Zitrusschalen aromatisierter Milch eingeweicht werden. Anschließend werden sie in spanischem Olivenöl leicht angebraten und in Zimtzucker getaucht.

Mona de Pascua 

Hierbei handelt es sich beliebte Osterbonbons aus Schokolade. Gerade in Katalonien gibt es zur Osterzeit aufwändig hergestellte Kreationen. Dabei stehen Ostereier und natürlich auch Osterhasen als Motive im Vordergrund. Bei der traditionellen Variante dieses Osterdesserts werden jedoch gekochte Eier in einem süßen Teig dargeboten.

Traditionell schenken Patenonkel oder Patentante ihren Patenkindern die “Mona de Pascua” am Ostersonntag. Beim Familienessen am Ostermontag, wird dieses Osterbonbon dann genüsslich verkostet.

Rosquillas 

Bei dieser Osterspezialität handelt es sich um Teiggebäck, dass in heißem Öl gebacken wird. Von der Form her ähnelt die runde “Rosquilla” einem klassischen Donut. Dieses Osterdessert besteht aus Teigkringeln, die in heißem Öl gebacken werden und anschließend in Zucker gewendet werden.

Für die Zubereitung von leckeren “Rosquillas” für vier Personen wird benötigt: 250 g Mehl, 60 ml Natives Olivenöl extra aus Spanien, je nach Geschmack einen Schuss Anislikör, 60 g Zucker, eine halbe Portion Backpulver, zwei Eier, die Schalen je einer Orange und einer Zitrone. Speiseöl zum Frittieren und Zucker, um das fertige Gebäck darin zuwenden.

Um dieses spanische Osterdessert zuzubereiten, wird in einem ersten Schritt das Frittieröl aromatisiert. Dazu wird das Speiseöl zusammen mit der Orangen- und der Zitronenschale in eine Pfanne gegeben und erhitzt, bis die Schalen leicht gebräunt sind und ihr Aroma abgegeben haben. Dann nehmen wir das Öl vom Feuer und entfernen mit einem kleinen Sieb die Schalen.  

Jetzt machen wir die Masse für die Osterkringel. Geben Sie dazu das spanische Olivenöl in eine Schüssel, den Anislikör, das Backpulver und die Eier und mischen alles gut mit einem Rührgerät. Als nächstes wird das Mehl hinzugegeben und glatt gerührt. Sobald die Masse fertig ist, lassen wir sie für ca. eine Stunde ruhen, wobei die Schüssel mit einem Baumwolltuch abgedeckt wird. 

Jetzt wird es Zeit, die Donuts zu formen! Damit der Teig nicht an den Händen und Teller bzw. Arbeitsfläche kleben bleibt, hier ein kleiner Trick: Die sauberen Hände, sowie die Arbeitsfläche bzw. den Teller mit ein paar Tropfen Olivenöl einreiben. Damit bleibt unser Osterdessert nicht bei der Zubereitung kleben. 

Die fertig geformten “Osterdonuts” werden in dem aromatisierten Öl gebacken. Dabei ist darauf zu achten, dass die Temperatur beim Frittieren nicht zu hoch ist, damit unsere Klingel nicht nur außen schön goldbraun sind, sondern auch innen fertig gebacken sind.

Die fertigen “Rosquillas” geben wir auf etwas Küchenpapier, um das überschüssige Öl dieses typischen spanischen Osterdesserts aufzunehmen und lassen sie abkühlen. Anschließend wenden wir die Kringel noch in Zucker. Fertig ist der süße Klassiker!

Leche frita 

Dieses Osterdesserts heißt auf Deutsch so viel wie “gebratene Milch”. Und wie der Name schon vermuten lässt, ist der Hauptbestandteil dieser Süßspeise Vollmilch. Für die dieses Dessert werden benötigt: 

  • 500 ml Milch
  • 200 ml Milch und 100 g Speisestärke
  • Die Schalen einer Zitrone und einer Orange
  • Eine Stange Zimt 
  • Drei Eigelbe 
  • 100 g Zucker 
  • Vanillearoma 
  • 200 g Butter
  • Mehl und 2-3 Eier für das Backen im heißen Öl 
  • Zimt und Zucker, um das fertige Dessert darin zu wenden 
  • Olivenöl aus Spanien. 

Zunächst wird der halbe Liter Milch mit der Stange Zimt und den Schalen der Zitrone und der Orange, dem Vanillearoma und der Butter kurz aufgekocht und dann mit der Restwärme für ca. eine halbe Stunde bedeckt ziehen gelassen.

Im nächsten Schritt werden in einer Schüssel die Eigelbe und der Zucker leicht schaumig gerührt. In einem Glas werden die 200 ml Milch mit der Speisestärke gemischt und anschließend mit den Eigelben verrührt.

Jetzt werden die Zitrusschalen und die Zimtstange aus der im ersten Schritt unseres Rezepts vorbereiteten Milch rausgenommen und diese bei mittlerer Hitze erwärmt. Nun geben wir die Eigelb-Mischung hinzu und rühren ca. 2 Minuten um.  

Die fertige Mischung wird nun in eine kleine Auflaufform gegeben und abkühlen gelassen. Anschließend kommt sie für ca. 4 Stunden in den Kühlschrank. Jetzt gilt es, die fertige “leche frita” in kleine Portionen zu schneiden, in etwas Mehl und Rührei zu wenden und in Öl goldbraun zu backen. Anschließend wird dieses klassische Osterdessert noch in Zimt und Zucker gewendet.

Frohe Ostern!

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