BLOG
Zurück zum BLOG
25 März, 2026

Spanische Olivenölsorten im Überblick

basket of different types of olives

Wie bei fast allen Früchten gibt es auch bei Oliven verschiedene Sorten. Spanien ist bekannt für seine Vielfalt der kleinen Früchte – hier gibt es ungefähr 260 Olivensorten. Im Land hat sich sogar ein spezieller Olivenöltourismus entwickelt, wobei Geschmacksverköstigungen und Schönheitsbehandlungen im Programm sind.  

Die Olivensorten unterscheiden sich sowohl in ihrer Farbe als auch in ihrer Größe und Form. Der wichtigste Aspekt ist jedoch der Geschmack. Von milden, süßlichen Aromen über einen fruchtigen Geschmack bis hin zu herben, bitteren Nuancen ist die Spanne breit. Der Geschmack der Olivensorte überträgt sich natürlich auch auf das aus ihnen gepresste Öl. Wer also ein Olivenöl kaufen möchte, das genau den eigenen Geschmack trifft, sollte sich zunächst ein wenig mit den verschiedenen Olivensorten auseinandersetzen.  

Was unterscheidet die wichtigsten Olivensorten? 

Die wichtigsten Olivensorten unterscheiden sich in erster Linie durch ihren Verwendungszweck, den Erntezeitpunkt und das Geschmacksprofil.  

Bezüglich der Verwendung lassen sich zwei Zwecke unterscheiden: Tafeloliven und Öloliven.  

  • Tafeloliven: Damit sind Oliven gemeint, die sich ideal zum Essen anbieten. Sie zeichnen sich durch eine große Größe mit viel Fruchtfleisch aus. Ein Beispiel stellt die Sorte Chalkidiki dar, die aus Griechenland stammt.  
  • Öloliven: Gegenüber den großen, fleischigen Oliven gibt es kleinere Sorten, die ölhaltiger sind. Diese werden vorzugsweise für die Herstellung von Olivenöl verwendet. Beliebte spanische Sorten zur Ölgewinnung sind Arbequina, Picual oder Hojiblanca.  

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal bei Olivensorten hängt mit dem Erntezeitpunkt zusammen. Die Farbe der Oliven sagt nämlich nichts über die eigentliche Sorte aus, sondern über den Reifegrad. Grüne Oliven sind noch unreif. Dadurch sind sie wesentlich fester und haben ein intensiveres Aroma. Ein Vorteil der unreifen Oliven ist, dass diese über einen besonders hohen Anteil an Polyphenolen verfügen – ein wertvoller Inhaltsstoff, der mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen einhergeht. Schwarze bzw. violette Oliven hingegen sind voll gereift. Sie sind weicher, saftiger und milder. 

Letztlich unterscheiden sich die wichtigsten Olivensorten natürlich auch geschmacklich. Es gibt Oliven, die einen sehr milden Geschmack haben, der sich oft mit einem leicht süßlichen Aroma paart. Der Kontrast dazu sind intensive Olivensorten, die fast schon scharf sind. Die pfeffrige Note sorgt für ein angenehm brennendes Gefühl im Abgang. Daneben gibt es Oliven, deren Geschmack an frisch geschnittenes Gras erinnert, und auch Nuancen von Kräutern und Artischocken sind zu schmecken.  

Milde vs. intensive Olivenöle: Geschmacksprofile erklärt 

Olivenöle können sowohl einen milden als auch einen recht intensiven Geschmack haben. Dies sagt nicht etwa etwas über die Qualität des Produktes aus, sondern über die Olivensorten, die für die Herstellung verwendet wurden.  

Im Groben können die folgenden Geschmacksprofile beschrieben werden:  

  • Buttrig: Es gibt Oliven, deren Geschmack als weich und rund bezeichnet werden kann. Dazu haben sie eine leicht süßliche bis fruchtige Note. Ein Beispiel für eine Olivensorte mit buttrigem Geschmacksprofil ist die Arbequina.  
  • Grasig: Olivensorten mit einem grasigen Geschmacksprofil enthalten Nuancen von Kräutern und erinnern an frisch geschnittenes Gras. Auch der Geschmack von Artischocke kann manchmal erkannt werden. Ein grasiges Aroma kommt vor allem bei grünen Oliven vor, die früh geerntet wurden.  
  • Pfeffrig: Letztlich gibt es das Geschmacksprofil, das sich durch ein kräftiges und intensives Aroma auszeichnet. Die Schärfe kann man oft im Hals beim Herunterschlucken spüren. Sie spricht dafür, dass das Öl viele Antioxidantien enthält. Eine typische pfeffrige Olive ist die spanische Picual-Olive.  

Arbequina, Picual, Hojiblanca & Co. im Vergleich 

Wie eingangs erwähnt, gibt es allein in Spanien rund 260 Olivensorten. Diese werden wir nicht alle im Einzelnen aufführen, sondern fokussieren uns auf die beliebtesten Früchte, die für die Zubereitung der verschiedenen Olivenöl-Arten verwendet werden.  

  • Arbequina: Diese Frucht gehört zu der bekanntesten Olivenölsorte in Spanien. Der Name rührt von dem in Lleida befindlichen Dorf Arbeca. Die Olivenbäume werden überwiegend in Katalonien angebaut. Die Früchte werden im vollreifen Zustand geerntet und zu einem sehr flüssigen Öl verarbeitet. Das Olivenöl verfügt über sehr wenige Bitterstoffe und zeichnet sich durch einen milden, fruchtigen Geschmack aus. Nuancen von Äpfeln, Bananen und Mandeln können herausgeschmeckt werden.  
  • Cornicabra: Diese Olivensorte zeichnet sich durch eine leicht gekrümmte Form aus, die an ein Ziegenhorn erinnert. Daher rührt auch der Name, der genau das bedeutet. Olivenöle aus Cornicabra verfügen über eine goldige Farbe und zeichnen sich durch ein intensives, leicht bitteres Aroma aus. Dazu können süßliche Aromen herausgeschmeckt werden.  
  • Picudo: Diese Oliven haben eine unten zugespitzte Form und verfügen über eine dunkelviolette bis schwarze Farbe. Das aus Picudo gewonnene Öl hat eine gelbliche bis hellgrüne Farbe und überzeugt durch ein intensives, fruchtiges Aroma.  
  • Hojiblanca: Diese vollständig grüne Frucht wird sowohl als Tafelolive als auch als Ölolive verwendet. Sie zeichnet sich durch ein grasiges Geschmacksprofil aus. Dazu ergänzen sich süße, leicht bittere und scharfe Aromen, was ein einzigartiges Geschmackserlebnis verspricht.  
  • Picual: Die Picualolive wird weltweit auf über 900.000 Hektar angebaut, womit diese Sorte die am häufigsten kultivierte ist. Das Öl hat eine leicht grünliche Farbe und ein vollmundiges, fruchtiges Aroma. Im Abgang ist zudem eine leichte Schärfe zu spüren.  

Single-Varietät oder Blend – was ist besser? 

Bei der Single-Varietät handelt es sich um ein Olivenöl, das ausschließlich aus einer Olivensorte gewonnen wurde. Es bietet sich an, zu einem solchen Produkt zu greifen, wenn Sie ganz bewusst auf der Suche nach bestimmten Aromen sind. Der Nachteil ist, dass diese Olivenöl-Arten oft teurer sind.  

Ein Blend ist eine Mischung aus mehreren Olivensorten. Sie sind daher nicht so individuell, zeichnen sich aber allgemein durch einen ausgewogenen Geschmack aus. Sie sind daher vielseitig in der Küche einsetzbar.  

Pauschal lässt sich also nicht sagen, ob Single-Varietät oder Blend besser ist. Dies hängt von den persönlichen Vorlieben ab.  

Welche Olivenölsorte passt zu welchem Gericht? 

Um das Meiste aus jedem Gericht herauszuholen, macht es Sinn, das jeweils passende Olivenöl zu wählen:  

  • Salatdressing: Fruchtige Aromen wie von der Picudo-Olive sind dafür ideal.  
  • Fleisch- und Fischgerichte: Die Hojiblanca eignet sich mit ihrem Kräutergeschmack ideal für Fisch- und Fleischgerichte.  
  • Gemüse- und Wildgerichte: Mit seinem fruchtigen Apfelaroma gibt die Cornicabra-Olive Gemüse- und Wildgerichten eine exzellente Note.  
  • Aioli und Mayonnaise: Olivenöl aus Arbequina-Oliven wird gerne für Aioli und Dips verwendet. 

0 Kommentare

Verwandte Beiträge

Natives Olivenöl – gesundheitliche Vorteile im Überblick

18Mär | 26 Natives Olivenöl – gesundheitliche Vorteile im Überblick
Olivenöl ist nicht nur aufgrund seines Geschmacks beliebt, sondern auch wegen seiner gesundheitsfördernden Wirkung. Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren sowie wichtige Inhaltsstoffe wie Polyphenole haben einen positiven Einfluss auf das Herz-Kreislaufsystem, wirken entzündungshemmend und können sogar Krankheiten vorbeugen.   Direkt vorab ist es jedoch wichtig zu sagen, dass dies nicht für jedes Olivenöl gilt, sondern nur für hochwertige Güteklassen. Natives Olivenöl oder besser noch natives Olivenöl extra wird durch die mechanische Kaltpressung gewonnen. Nur so bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten. Zudem werden bei den hohen Qualitätsstufen nur frische Oliven verwendet und keine chemischen Prozesse eingesetzt.   Vorteile Olivenöl – Welche Inhaltsstoffe machen es so wertvoll?   Die kleinen, schwarzen oder grünen Früchte des Olivenbaums enthalten wertvolle Vitamine und Nährstoffe – und so auch das Öl, das aus ihnen gewonnen wird. Die nachfolgenden Inhaltsstoffe in Olivenöl sind besonders förderlich für die Gesundheit:   Polyphenole: Polyphenole sind in vielen pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Sie dienen der Pflanze als natürliche Abwehrkräfte vor Schädlingen und UV-Strahlung....

Woran erkennt man gutes Olivenöl? Die praktische Checkliste

11Mär | 26 Woran erkennt man gutes Olivenöl? Die praktische Checkliste
Auch wenn Olivenöl aus dem Mittelmeerraum stammt und in erster Linie mit der mediterranen Küche verbunden wird, ist diese Zutat längst fester Bestandteil in vielen deutschen Küchen. Die Vorteile sind schlichtweg überzeugend. Hochwertiges Olivenöl besticht durch ein intensives, fruchtiges Aroma und bringt gleichzeitig einige gesundheitliche Vorzüge mit sich. Der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren unterstützt unter anderem den Zellaufbau und wirkt entzündungshemmend.   Doch Olivenöl ist nicht gleich Olivenöl. Sowohl geschmacklich als auch in Hinblick auf die gesundheitlichen Aspekte gibt es einige Unterschiede. In gut aufgestellten Supermärkten lassen sich zahlreiche verschiedene Varianten finden. Auf den Etiketten finden sich Formulierungen wie “nativ extra”, “kaltgepresst” oder “raffiniert”. Doch wodurch genau zeichnet sich eine hohe Qualität aus? Dieser Artikel gibt einen Einblick, wie man gutes Olivenöl erkennt.   Herkunft und Transparenz: Was auf dem Etikett stehen sollte...

Natives Olivenöl extra zum Braten verwenden – das sollten Sie wissen

04Mär | 26 Natives Olivenöl extra zum Braten verwenden – das sollten Sie wissen
Olivenöl ist insbesondere aus der spanischen Küche bekannt, doch hat diese gesunde Fettquelle längst Einzug in viele deutsche Haushalte gefunden. Es wird...

Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und akzeptiere diese.

Überprüfen Sie die Felder

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Melden Sie sich an, wenn Sie mehr Informationen über Olivenöle aus Spanien erhalten möchten