BLOG
Zurück zum BLOG
24 Februar, 2016

Das Olivenöl in der Geschichte der Menschheit (I)

Das Olivenöl wird im Gegensatz zu anderen pflanzlichen Ölen aus einer Frucht gewonnen, der Olive, und nicht aus Samen. Das deutsche Wort Öl stammt von dem Lateinischen Oleus. Olivenöl ist auch als „flüssiges Gold» bekannt, seit Homer es vor Tausenden von Jahren zum ersten Mal so nannte. Dieses Öl ist Hauptbestandteil der mediterranen Ernährung, einer der gesündesten Ernährungsweisen, die im Jahr 2012 von der UNESCO zu einem Teil des Immateriellen Weltkulturerbes erklärt wurde.

Olivenöl wurde schon vor Jahrtausenden entdeckt, als verschiedene Völker im Mittelmeerraum lebten (Phönizier, Griechen, Römer…) und begannen, Olivenbäume anzubauen und den Saft der Oliven auszupressen. Im Alten Griechenland erlangten dann die Olive und das Olivenöl die Bedeutung, die sie heute haben. Es ist kein Zufall, dass diese Elemente auf Münzen erscheinen oder als Symbol für die Unsterblichkeit auf Gräbern.

Bei den Olympischen Spielen wurden den Athleten sogar Kronen aus Olivenzweigen überreicht. Es ist überliefert, dass die Zweige, die den Siegern überreicht wurden, mit einem Messer aus Gold von einem 12-jährigen Jungen abgeschnitten wurden, dessen Eltern noch am Leben waren.

Bei diesem sportlichen Ereignis, das bis heute einen so wichtigen Platz in der Geschichte der Menschheit einnimmt, gaben die Athleten vor und nach dem Sport Öl auf ihren gesamten Körper, um massiert zu werden. Das wurde bis in unsere Zeit beibehalten, denn heutzutage Massagen sind Olivenöl ebenfalls hoch geschätzt.

Auch auf religiöser Ebene sind der Olivenbaum und das Öl in die Volkskultur integriert. Nach der griechischen Mythologie wurde Aristaios damit beauftragt, es auf dem Balkan, in der Ägäis und anschließend Sardinien und Sizilien zu verbreiten. Deshalb gibt er heute als Erfinder des Öls und der Ölpresse.

Während des Römischen Reiches erlebte dieses Produkt seinen Höhepunkt, wurde im gesamten Mittelmeerraum äußerst beliebt und gelangte auch nach Hispania (wie Spanien damals als Provinz des Römischen Reiches genannt wurde). Dies war ein kleiner Einblick in die Geschichte des Olivenöls aus Spanien, das in dieser Region von Europa schon seit der Antike in herausragender Qualität produziert wird. Möchten Sie mehr über die Herstellung des flüssigen Goldes erfahren?

Dann lesen Sie den zweiten Teil dieses Artikels über Olivenöl und Sie werden verstehen, warum das Olivenöl aus Spanien eines der hochwertigsten Öle der Welt ist. Und in der Zwischenzeit: Probieren Sie doch schon einmal ein köstliches Gerichte mit spanischem Olivenöl !

Olivenblätter

0 Kommentare

Verwandte Beiträge

Picual Olivenöl – Herkunft, Geschmack und Verwendung

22Apr | 26 Picual Olivenöl – Herkunft, Geschmack und Verwendung
In Spanien werden über 250 verschiedene Sorten von nativem Olivenöl extra hergestellt. Besonders im Fokus steht dabei die Sorte Picual, die nicht nur landesweit, sondern auch international am häufigsten angebaut wird. Ihr Hauptanbaugebiet liegt in Andalusien, genauer gesagt in der Provinz Jaén, auch als das Tor zu Andalusien bekannt. Dort entfallen rund 95 Prozent der Olivenhaine auf Picual-Bäume – eine Kulturlandschaft, die sogar als UNESCO-Weltkulturerbe vorgeschlagen wurde.  Picual-Olivenbäume sind vor allem wegen ihres hohen Ölanteils und der hervorragenden Ölqualität beliebt. Natives Olivenöl extra der Sorte Picual aus früher Ernte gilt als Spitzenprodukt. Es wird ganz zu Beginn der Erntesaison gewonnen und unterscheidet sich deutlich von späteren Pressungen. Typisch sind der ausgeprägt bittere und leicht scharfe Geschmack sowie frische, grüne Aromen, die an Olivenblätter, frisch geschnittenes Gras oder Tomaten erinnern. Optisch zeigt sich das Öl oft intensiv grünlich. Gerade deshalb eignet es sich gut, um Gerichte geschmacklich zu betonen und ihnen zugleich mehr Tiefe und Farbe zu verleihen.   Picual-Olivenöl ist ein echtes Multitalent in der Küche. Durch...

Backen mit Olivenöl: So geht’s

15Apr | 26 Backen mit Olivenöl: So geht’s
Beim Backen denken viele nicht nur an klassischen Rührkuchen, sondern auch an saftiges Brot, herzhafte Teige oder sogar Desserts mit mediterranem Touch. Dafür sollte man das Backen mit Olivenöl ausprobieren. Olivenöl ist eine interessante Alternative zu Butter und hat überraschende Effekte auf Geschmack, Textur und sogar die Haltbarkeit von Backwaren.  Traditionell gilt Butter als Standardfett beim Backen. Doch immer mehr Hobbybäcker greifen bewusst zu pflanzlichen Ölen oder möchten Rezepte veganisieren, ohne dabei Geschmack oder Saftigkeit zu verlieren. Genau hier kommt das Öl aus Oliven ins Spiel –  und zwar nicht nur für mediterrane Brote, sondern auch für Kuchen und süße Leckereien.  Backen mit Olivenöl ist weit mehr als nur ein Trend. Es eröffnet neue geschmackliche und texturale Dimensionen  und hat pflanzliche, oft gesündere Fette als klassische Butter. Ob süß oder herzhaft – mit etwas Neugier und ein paar Anpassungen wird es schnell zum festen Bestandteil der Backroutine.   Warum Olivenöl eine...

Warum Olivenöl gut für die Haare ist: Vorteile für Pflege, Glanz und Feuchtigkeit

08Apr | 26 Warum Olivenöl gut für die Haare ist: Vorteile für Pflege, Glanz und Feuchtigkeit
Olivenöl ist nicht nur ein Juwel der mediterranen Küche. Es gilt als Geheimwaffe der natürlichen Haarpflege. Reich an Antioxidantien, Vitaminen und ungesättigten...

Ich habe die Datenschutzbestimmungen gelesen und akzeptiere diese.

Überprüfen Sie die Felder

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Melden Sie sich an, wenn Sie mehr Informationen über Olivenöle aus Spanien erhalten möchten