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Ölsäure gehört zu den einfach ungesättigten Fettsäuren und ist der Hauptbestandteil der Fettsäuren in Olivenöl. Je nach Olivenöl liegt ihr Anteil bei etwa 55 bis 83 Prozent. Werden gesättigte Fette in der Ernährung durch ungesättigte Fette ersetzt, trägt dies zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut bei. Extra natives Olivenöl kann deshalb als Quelle ungesättigter Fettsäuren eine wertvolle Rolle innerhalb einer ausgewogenen Olivenöl-Ernährung und der mediterranen Küche spielen.

Besonders hochwertiges extra natives Olivenöl enthält natürliche Polyphenole. Bei Olivenölen mit einem ausreichend hohen Gehalt tragen diese Polyphenole dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen. Die positive Wirkung wird bei einer täglichen Aufnahme von 20 Gramm eines Olivenöls erreicht, das die hierfür erforderliche Polyphenolmenge enthält.
Auch Vitamin E ist ein natürlich vorkommendes Antioxidans. Es trägt dazu bei, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Damit gehören Polyphenole und Vitamin E zu den Inhaltsstoffen, die besonders häufig genannt werden, wenn es um das Thema Olivenöl und Gesundheit geht.

Die Kombination aus einem hohen Anteil ungesättigter Fettsäuren und natürlichen Begleitstoffen macht extra natives Olivenöl zu einem charakteristischen Bestandteil der mediterranen Ernährung. Dabei kommt es vor allem auf das gesamte Ernährungsmuster an: Wird extra natives Olivenöl im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung verwendet und ersetzt es dabei Lebensmittel mit einem hohen Anteil gesättigter Fettsäuren, kann dies zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen.
Gerade deshalb wird die Frage „Ist Olivenöl gesund?“ häufig im Zusammenhang mit der mediterranen Ernährung und der Herz-Kreislauf-Gesundheit betrachtet.

Die spanische PREDIMED-Studie gehört zu den bekanntesten Untersuchungen zur mediterranen Ernährung. Untersucht wurden mehr als 7.000 Erwachsene mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Gruppe, die eine mediterrane Ernährung mit extra nativem Olivenöl befolgte, wies im Untersuchungszeitraum eine geringere Rate schwerer kardiovaskulärer Ereignisse wie Herzinfarkt oder Schlaganfall auf als die Vergleichsgruppe. Die relative Risikoreduktion lag bei rund 30 Prozent.
Die Ergebnisse beziehen sich auf ein vollständiges mediterranes Ernährungsmuster und nicht auf extra natives Olivenöl als einzelnes Lebensmittel. Sie zeigen jedoch, welche wichtige Rolle Olivenöl in der Ernährung des Mittelmeerraums einnimmt.


Auch der Zusammenhang zwischen mediterraner Ernährung, extra nativem Olivenöl und Typ-2-Diabetes wurde wissenschaftlich untersucht.
Ergebnisse verschiedener Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine mediterrane Ernährung mit extra nativem Olivenöl mit einem geringeren Risiko für die Entwicklung von Typ-2-Diabetes verbunden sein kann. Entscheidend ist auch hier das gesamte Ernährungsmuster – mit viel Gemüse, Hülsenfrüchten und weiteren wenig verarbeiteten Lebensmitteln sowie extra nativem Olivenöl als zentraler Fettquelle.
Eine ausgewogene Ernährung spielt während der Schwangerschaft eine besonders wichtige Rolle. Auch die mediterrane Ernährung mit extra nativem Olivenöl wurde in diesem Zusammenhang untersucht.
Studien weisen darauf hin, dass eine mediterran ausgerichtete Ernährung mit einem höheren Anteil an extra nativem Olivenöl mit günstigen Stoffwechselparametern während der Schwangerschaft verbunden sein kann. Auch hinsichtlich des Schwangerschaftsdiabetes werden mögliche positive Zusammenhänge erforscht. Extra natives Olivenöl ist dabei Bestandteil der gesamten Ernährung und kein Mittel zur Vorbeugung oder Behandlung eines Schwangerschaftsdiabetes.



Auch im höheren Lebensalter spielt die Ernährung eine wichtige Rolle für Gesundheit und Wohlbefinden. Im Rahmen der Forschung zur mediterranen Ernährung wurden unter anderem Gedächtnis, Aufmerksamkeit und weitere kognitive Fähigkeiten untersucht. Teilnehmende, die über längere Zeit eine mediterrane Ernährung mit extra nativem Olivenöl befolgten, schnitten in einzelnen Untersuchungen bei verschiedenen kognitiven Tests besser ab als Vergleichsgruppen.
Diese Ergebnisse unterstreichen das wissenschaftliche Interesse an der mediterranen Ernährung im Zusammenhang mit gesundem Altern. Entscheidend bleibt dabei stets das gesamte Ernährungsmuster und nicht ein einzelnes Lebensmittel.

Auch mögliche Zusammenhänge zwischen Ernährungsweise und Brustkrebs sind Gegenstand wissenschaftlicher Forschung. Dabei wird unter anderem untersucht, welche Rolle eine mediterrane Ernährung mit extra nativem Olivenöl spielen könnte. Einzelne Untersuchungen liefern interessante Hinweise auf mögliche Zusammenhänge zwischen einer mediterranen Ernährungsweise und dem Brustkrebsrisiko. Daraus lässt sich jedoch keine vorbeugende oder therapeutische Wirkung von Olivenöl allein ableiten.
Extra natives Olivenöl sollte daher auch in diesem Zusammenhang als Bestandteil einer ausgewogenen mediterranen Ernährung betrachtet werden.

Extra natives Olivenöl ist energiereich und sollte wie jedes Fett bewusst dosiert werden. Dennoch muss eine Ernährung mit Olivenöl nicht automatisch mit einer Gewichtszunahme verbunden sein. Untersuchungen zur mediterranen Ernährung zeigen, dass eine Ernährungsweise mit extra nativem Olivenöl auch langfristig mit einem stabilen Körpergewicht vereinbar sein kann. Entscheidend sind die gesamte Energiezufuhr, die Portionsgrößen, Bewegung und die Zusammensetzung der Ernährung.
